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Objektbeschreibung

Holz mit eingeschnittener Rille, vor der zwei kleine Messer stehen, sogenannter „Schmaler".

Dieses Werkzeug, lokal als „Zug“ bezeichnet, wurde zum Egalisieren der Breite von Weidenschienen genutzt. Die geschälten und gespaltenen Weidenruten werden zwischen den Metallspitzen hindurchgezogen und erhalten so eine einheitliche Breite. Das Werkzeug stammt aus dem thüringischen Schwarzhausen im Kreis Gotha und wurde 1968 von Alfred Streck erworben, dessen Vater es benutzt hat.

Dokumentation über Akademie der Wissenschaften der DDR, durch Rudolf Quietzsch, 1969.

Nach Auskunft von Korbmachermeister Wilfried Popp aus Michelau im Jahr 2021 werden solche Hand-Schmäler in der linken Hand gehalten, während die rechte die Schiene durchzieht. Dabei muss die Glanzseite (Kambrium Schicht) nach oben zeigen. Die Herstellung solcher Werkzeuge erfolgte meist in Eigenbau oder von lokalen Handwerkern. Für die Schneiden braucht man besonders hochwertigen guten zu schärfenden Stahl, daher wurden gern alte Uhrfedern oder Teile von Bandsägen dafür genutzt. Wilfried Popp stellt (als einziger) die fränkische Variante, eine Bank mit mehreren Schmalhobeln verschiedener Breite nebeneinander her. Für die Schneiden nutzt er Teile einer alten Bandsäge.