Fingerring der Tadja mit aufgesetztem Skarabäus
Objektbeschreibung
Der Ring gehört zu einer Gruppe ähnlich gestalteter, aus blauglasierter Fayence gefertigter Stücke (ÄM 16956–ÄM 16975, ÄM 16992, ÄM 16993), und zeigt einen plastisch ausgeformten Skarabäus, der auf dem Ring sitzt. Die Tiere sind bei den einzelnen Ringen mehr oder weniger detailliert ausgearbeitet, zudem variiert ihre Größe. Der Ring ÄM 16965 trägt einen detailliert gestalteten, großen Käfer, bei dem der Kopf, Clypeus und die Seitenlappen erkennbar sind. Die breiten Vorderbeinpaare tragen einen zackigen Abschluss. Die Mittelbeine gehen scheinbar in die Ringkante über und das Hinterbeinpaar ist sehr breit ausgeformt. Auf dem Ringreif wird der Käfer am Kopf und am Hinterteil von je einer ausgeführten Lotusblüte begleitet, die in der Nähe vom Käfer durchbrochen gearbeitet ist. Vom letzten Bildsegment sind diese durch Querlinien abgesetzt. Verschiedene Längsrillen verzieren den restlichen Ringreif, die vermutlich Pflanzenstängel darstellen sollen. Die Innenseite des Rings ist glasiert.
Die Motivik mit Skarabäus und Lotusblumen verkündet Regeneration und die Wiederbelebung in das neue jenseitige Leben. Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).
I. Regulski
I. Regulski