Logo

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Der Ring gehört zu einer Gruppe ähnlich gestalteter, aus blauglasierter Fayence gefertigter Stücke (ÄM 16956–ÄM 16975, ÄM 16992, ÄM 16993), und zeigt einen plastisch ausgeformten Skarabäus, der auf dem Ring sitzt. 
Die Tiere sind bei den einzelnen Ringen mehr oder weniger detailliert ausgearbeitet, zudem variiert ihre Größe. Der Ring ÄM 16964 trägt einen besonders detailliert gestalteten, großen Käfer, bei dem der Kopf, Clypeus und die Seitenlappen gut erkennbar sind. Die breiten Vorderbeinpaare tragen einen zackigen Abschluss. Die Mittelbeine gehen scheinbar in die Ringkante über und das Hinterbeinpaar ist sehr breit ausgeformt. Auf dem Ringreif wird der Käfer am Kopf und am Hinterteil von einer detailliert ausgeführten Lotusblüte mit zwei seitlich angebrachten Knospen begleitet. Die Blume ist nahe dem Käfer in durchbrochener Arbeit gefertigt. Vom letzten Bildsegment sind diese durch Querlinien abgesetzt. Drei Längsrillen verzieren den restlichen Ringreif, die vermutlich Pflanzenstängel darstellen sollen. Die Innenseite des Rings ist glasiert.
Die Motivik mit Skarabäus und Lotusblumen verkündet Regeneration und die Wiederbelebung in das neue jenseitige Leben. Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).
I. Regulski