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Anonymes Uschebti (gleiches Model wie ÄM 8620)


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Objektbeschreibung

Als "Schabtis", ab dem 1. Jtsd. v. Chr. "Uschebtis", bezeichneten die antiken Ägypter kleine, meist mumienförmige Statuetten, die als Grabbeigaben dienten. Zuerst als Abbild des Verstorbenen intendiert, sollten sie später anstelle ihres verstorbenen Besitzers dessen zu leistende Arbeiten im Jenseits ausführen.
Mumienförmig. Dreiteilige Perücke mit dünnen Brustlappen. Kurzer, glatter Götterbart. Keine Ohren. Gesicht eckig, breite Augen mit lang ausgezogenen Schminkstrichen. Schmaler, dicklippiger Mund. Hände vor der Brust verschränkt aus der Umhüllung ragend, halten grob und ungeübt eingravierte Hacke, Grabstock sowie Schnur des Samensäckchens. Auf Rückseite Säckchen in Form eines nb-Korbes mit schräger Innenschraffur und doppelter Schnur. Rückenpfeiler nur durch abgeschrägte Kante angedeutet. Perückenbereich gegenüber dem restlichen Körper ungewöhnlicherweise vertieft, nicht erhaben. Fußpartie extrem kurz und im 45°-Winkel nach vorne ragend. Quadratische und flache Basis. Keine In- oder Aufschriften. Glasur heute fast vollständig verloren.
J. Moje