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Figurenstudien: Tanzende und Bogenschützen


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Objektbeschreibung

Auf diesem zauberhaften, beidseitig genutzten Blatt versammelte Teniers sorgfältig beobachtete und sicher gezeichnete Figurenstudien, die er in verschiedenen Gemälden verwendete. 
Die tanzende Frau oben links findet sich in der Flämischen Kirmes von 1640 (Gemäldegalerie Berlin, Inv.Nr. 866C) wieder, auf der ein Paar ausgelassen zur Musik der Drehleier tanzt. Den mit dem Bogen zielenden Mann nutzte Teniers als Vorlage für den ebenso stehenden Schützen im Gemälde Bauern beim Bogenschießen (um 1645, National Gallery, London) und für den Bogenschießwettbewerb (1645, Museo del Prado, Madrid). Auch eine Radierung von Teniers eigener Hand greift das Thema auf. Die Figurenstudien sind ungeheuer lebendig gezeichnet, die Linienzüge kraftvoll. Schraffuren geben Schatten, Akzente klären die Formen. Einzelne Hände werden zur genauen Erfassung wiederholt. 
Die Pilger auf der Rückseite sind ebenfalls nach dem Leben gezeichnet. Sorgsam konzentrierte sich Teniers auch auf die Details wie die Pilgerabzeichen an den Hüten oder die mitgeführten Devotionalien. Das Studienblatt verdeutlicht, wie intensiv Teniers Alltagsszenen und Ereignisse in seiner Umgebung beobachtete und lebensnah wiedergab.