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Thronende Madonna mit dem Christuskind, Engeln und zwei Heiligen

Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

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Objektbeschreibung

Es handelt sich um den Entwurf für ein nicht ausgeführtes, erhaltenes oder zugeordnetes Altarbild Mondos. Es zeigt beispielhaft den von Zeitgenossen als anachronistisch bezeichneten Stil des Malers, der sich an Luca Giordano und die frühen Gemälde seines Lehrers Solimena anlehnte, sich somit vom aktuellen, gefälligen Rokoko ebenso entfernte, wie er sich den klassizistischen Tendenzen verschloss, die Wilhelm Tischbein in Neapel vertrat. Die starke Farbigkeit und freie Pinselführung können für das späte 18. Jahrhundert als sehr originell bezeichnet werden, während die klassische Renaissance-Komposition der Sacra Conversazione in der Zeit durchaus wieder geläufig war.
Die Datierung der Studie orientierte sich an der Entstehung der stilistisch verwandten Altarbilder Mondos für die Chiesa dell'Ave Gratia Plena in Marcianise kurz nach 1772/73. Ungeklärt sind die Identitäten der dargestellten Heiligen; dass der rechte als Franziskus anzusprechen wäre (Schleier 1971), ist zu bezweifeln. | Die Schätze. 125 Jahre Kaiser Friedrich Museumsverein (2022), S. 267, Nr. 263