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Bildnis eines Malers


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Objektbeschreibung

Das Bildnis – der Pose und den beigefügten Attributen Pinsel und Palette folgend dürfte es sich um das Selbstbildnis des unbekannten Malers handeln – zeigt einen Mann mittleren Alters mit frisch rötlicher Hautfarbe und vollen Gesichtszügen in Halbfigur vor braun-olivem Hintergrund. Das Antlitz ist fast von vorn gegeben, der Oberkörper leicht seitlich gewendet. Die dunklen, klein wirkenden Augen stehen weit auseinander, der Nasenrücken ist gebogen, der Mund ist eher klein und weich. Die dunkelbraunen Haare gehen seitlich in einen kurzen Backenbart über. Unter einem sandgelben, etwas prallsitzenden Rock, trägt der Dargestellte eine cremefarbene Weste und ein weißes, am Kragen offenes Hemd. Nach der Haartracht und der Kleidung gehört das Bildnis des unbekannten Malers in die napoleonische Zeit. Das in seinen Braun- und Gelbtönen farblich angenehm wirkende Bild zeigt die Merkmale der Bildniskunst des Kreises um Jacques-Louis David, dessen Schüler Francois Gérard war, dem das Gemälde früher zugeschrieben wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch die Vermutung geäußert, dass es sich um ein Selbstbildnis Gérards handele. Angesichts verbürgter Bildnisse des Malers (etwa eine aus dem Besitz seiner Witwe stammende Ölstudie von Thomas Lawrence oder ein ebenfalls aus Familienbesitz stammendes Selbstporträt, heute beide im Schlossmuseum von Versailles) lässt sich die These aber trotz einer gewissen Ähnlichkeit nicht halten.