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Aeneas wird von Venus in den Olymp aufgenommen


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Objektbeschreibung

Aeneas, aus dem Meer aufsteigend, trifft im Mittelpunkt der Komposition auf seine Mutter Venus. Diese fährt auf einem von zwei weißen Tauben gezogenen Prunkwagen aus den Wolken zu ihm hinunter. Dem Betrachtenden bietet sich hier eine Szene aus Ovids Metamorphosen dar: Venus gießt Aeneas Ambrosia über sein Haupt, salbt ihn, und verleiht ihm somit göttliche Unsterblichkeit. Begleitet wird sie von Amor, welcher zu ihr hinaufblickt. Über ihnen türmen sich die Wolken bis zum oberen Bildrand. Darauf sind in einem Halbkreis die Götter des Olymps versammelt. An den äußersten Enden des Götterhalbkreises stehen Mars und Neptun und schauen zu Jupiter hinauf. Dieser thront an höchster Stelle mit seinen Attributen, dem Adler, dem Blitzbündel und Merkur, über den restlichen Göttern und überschaut die Szenerie. Candids Darstellung ist die erste bekannte Gemäldeversion der Vergöttlichung des Aeneas und gleichzeitig seine einzige Darstellung eines mythologischen Themas. In Ovids Erzählung spielt neben Venus auch ein Flussgott eine zentrale Rolle in der Wandlung des Aeneas. Auch in vielen späteren Darstellungen dieses Themas ist er präsent. Hier verweist lediglich das Wasser zu Aeneas' Füßen auf diesen ersten Teil des Mythos.