Maria Clara Philippina von Ingelheim
Objektbeschreibung
Die Dargestellte (1707-1774; geb. von Dalberg) war die Gattin des Johann Philipp von Ingelheim (geb. 1698), genannt Echter von Mespelbrunn, Kaiserlicher und Kurmainzischer Geheimer Rat, Statthalter (Vizedom) im Rheingau.
Der Familiensitz befand sich auf Schloss Mespelbrunn im Spessart, wo das Berliner Gemälde bis zu seiner Veräußerung im Kunsthandel 1932 im Ahnensaal ausgestellt war. Der zeitgenössischen Mode folgend ist Frau von Ingelheim als Flora präsentiert. Das Kleid zeigt die charakteristische Silhouette der Haute Couture des zweiten Viertels des 18. Jahrhunderts. Die Frisur ist niedrig und eng am Kopf anliegend, so dass Hals und Kopf in ihrer natürlichen Form zur Geltung kommen.
Das Gemälde wurde von unbekannter Hand im Stil der damals sehr beliebten Damenporträts von Jean Marc Nattier geschaffen. Dieser war seit 1737 erfolgreicher Porträtist im Pariser Salon, was ihn schon bald dem Hof in Versailles empfahl. Dort sollte er für bald 30 Jahre als geschätzter Künstler sein Auskommen haben. Auch wenn das Vorbild deutlich erkennbar ist, reicht das Berliner Gemälde in seiner künstlerischen Qualität, insbesondere hinsichtlich einer individuellen Porträtauffassung der Dargestellten, nicht an die vergleichbaren Arbeiten Nattiers heran. Xavier Salmon (1999) spricht sich für eine Zuschreibung an die Malerin Marianne Loir (1705-1783) aus.
SIGNATUR / INSCHRIFT: Rechts am Gürtel: Nattier (falsch)
Auf der Rückseite nachträglich von unbekannter Hand ausgeführt: Maria Cla: Gräf: v: Ingelheim / geb: frey: v:Dalberg, geb: den 15=AAAug:1707. / Verm: den 22= Octob: 1722. † den 27 = März 1774
Der Familiensitz befand sich auf Schloss Mespelbrunn im Spessart, wo das Berliner Gemälde bis zu seiner Veräußerung im Kunsthandel 1932 im Ahnensaal ausgestellt war. Der zeitgenössischen Mode folgend ist Frau von Ingelheim als Flora präsentiert. Das Kleid zeigt die charakteristische Silhouette der Haute Couture des zweiten Viertels des 18. Jahrhunderts. Die Frisur ist niedrig und eng am Kopf anliegend, so dass Hals und Kopf in ihrer natürlichen Form zur Geltung kommen.
Das Gemälde wurde von unbekannter Hand im Stil der damals sehr beliebten Damenporträts von Jean Marc Nattier geschaffen. Dieser war seit 1737 erfolgreicher Porträtist im Pariser Salon, was ihn schon bald dem Hof in Versailles empfahl. Dort sollte er für bald 30 Jahre als geschätzter Künstler sein Auskommen haben. Auch wenn das Vorbild deutlich erkennbar ist, reicht das Berliner Gemälde in seiner künstlerischen Qualität, insbesondere hinsichtlich einer individuellen Porträtauffassung der Dargestellten, nicht an die vergleichbaren Arbeiten Nattiers heran. Xavier Salmon (1999) spricht sich für eine Zuschreibung an die Malerin Marianne Loir (1705-1783) aus.
SIGNATUR / INSCHRIFT: Rechts am Gürtel: Nattier (falsch)
Auf der Rückseite nachträglich von unbekannter Hand ausgeführt: Maria Cla: Gräf: v: Ingelheim / geb: frey: v:Dalberg, geb: den 15=AAAug:1707. / Verm: den 22= Octob: 1722. † den 27 = März 1774