Die Taufe Christi
Objektbeschreibung
Johannes schöpft mit einem fein verzierten Porzellangefäß (wahrscheinlich eine persische Fayence; vgl. Voss 1933, Anm. 2, S. 36) Wasser aus dem klaren Fluss, um Christus zu taufen. Die unnatürlich weiße Haut Christi erstrahlt vor dem satten Grün der Landschaft. Möglicherweise sollte durch die porzellanhafte Haut Christi, die im Kontrast zur natürlichen Haut Johannes des Täufers steht, die Doppelnatur des Gottessohnes zum Ausdruck gebracht werden. Im Hintergrund sind die beiden Heiligen erneut zu sehen, wie sie gemeinsam zum Jordan schreiten. Das Altarbild, das von der Auseinandersetzung mit Correggio zeugt, ist das früheste erhaltene Werk Parmigianinos, das er nach Vasari mit 16 Jahren für die Kapelle der Familie Garbazza in der 1546 zerstörten Kirche Annunziata in Parma malte.