Die Enthauptung Johannes des Täufers
Objektbeschreibung
Aufgrund seiner offenen Kritik an der unrechten Heirat von König Herodes, des Tetrarchen von Galiläa, und dessen Schwägerin Herodias wurde Johannes der Täufer eingekerkert. Der Rachedurst von Herodias verlangte jedoch mehr: Ihre Tochter Salome musste vor Herodes tanzen und ihn zur Erfüllung jeder Bitte verführen. Dann verlangte sie auf Geheiß ihrer Mutter den Kopf des Täufers in einer Schüssel.
Der Henker hat soeben sein Werk getan. Er reicht Salome das Haupt des Täufers über den Block hinweg, auf dem der Rumpf des Enthaupteten liegt. Ihre aufreizend entblößte Brust, ihr Kopf und das Haupt des Täufers bilden ein Dreieck. Dadurch wird die zerstörerisch-erotische Komponente dieses Themas betont. Hinter Salome stehen ihre Dienerinnen, rechts Herodes mit seinem Gefolge. Der in Florenz und Rom tätige Maler bezieht sich mit seiner Komposition auf einen Holzschnitt Dürers von 1510. Die Figur der Salome hingegen ist eher von Michelangelo beeinflusst.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017
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John the Baptist was imprisoned for openly criticising the unlawful marriage of King Herod, Tetrarch of Galilee, to his sister-in-law Herodias. But Herodias’s thirst for revenge went further; her daughter Salome was made to dance before Herod and lure him into granting any wish. At her mother’s behest she asked for John the Baptist’s head on a charger. The executioner has just done his work. He is handing Salome John’s head across the block on which the beheaded man’s torso is lying. Her provocatively bared breast, her head and the head of John the Baptist form a triangle. This emphasises the destructive and erotic component of the subject matter. Salome’s maidservants are standing behind her, and Herod and his retinue are on the right. The painter Bacchiacca, who worked in Florence and Rome, relates his composition to a woodcut by Dürer dating from 1510. However, the figure of Salome is much more influenced by Michelangelo.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017