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Die Geburt Christi


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Objektbeschreibung

Die Tafel, die ihren originalen Rahmen bewahrt hat, stammt von einem um 1500 in Holland tätigen Maler, der aus der Werkstatt des Haarlemer Meisters Geertgen tot Sint Jans hervorgegangen sein dürfte. Die Geburt Christi findet in einem Stall statt, der in eine Ruine eingebaut ist. Sie ist als der zerfallen Palst König Davids zu verstehen, wodurch der Gedanke verbildlicht werden soll, dass das Neue Testament in den Ruinenen des Alten geboren wurde. Maria und Josef knien verehrend vor dem Christuskind, das ganz nackt und hilflos auf dem bloßen Erdboden liegt. Es ist ein zartes, schutzbedürftiges Kind, das seiner Mutter bedarf und das unter den Härten des Lebens zu leiden hat. Es ist also ganz Mensch, doch zugleich auch Gott, wie der von ihm ausgehende Strahlenkranz anzeigt. Wie ein himmlischer Hofstaat sind Engel herangeschwebt, von denen zwei eine Portativorgel spielen, einer eine Trompete bläst - um das Neugeborene erklingt die Musik der Engel. In der Landschaft hinter der Ruinie erblickt man drei Gruppen von Hirten. Jenen ganz hinten auf dem Felde verkündet ein Engel mit Spruchband gerade die frohe Botschaft, dass der Heiland geboren sei; zwei Hirten haben sich auf den Weg gemacht, und zwei weitere sind bereits bei der Ruine angekommen und schicken sich schüchtern an, durch die Stallltür zu treten und ebenfalls das göttliche Kind zu verehren.