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Objektbeschreibung

Bei dem Berliner Bild dürfte es sich um das Pendant zu Magnascos „Hochzeitsbankett“ (Repas de noces) im Louvre handeln. Zwischen den beiden Gemälden besteht eine klare narrative Beziehung, denn neben dem nahezu identischen Querformat sind auf beiden Bildern die gleichen Figuren zu erkennen. Das Hochzeitspaar, das im Berliner Hochzeitszug im Zentrum der Komposition auf Pferden durchs Bild geführt wird, hat sich an der Pariser Festtafel im Wald am linken Kopfende niedergelassen. Auch andere Figuren des Berliner Gemäldes treten beim Pariser Hochzeitsbankett auf.
Die beiden Bilderzählungen gehen sicherlich auf eine literarische Vorlage aus dem beliebten Genre des Schelmenromans zurück. In diesem avancieren Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen zu Protagonisten der Handlung und greifen Begebenheiten des bürgerlichen und adeligen Lebens in satirischer Verzerrung auf.
Es existiert darüber hinaus ein weiterer, dem Berliner Bild ähnlicher Hochzeitszug kleineren Formats mit seinem Pendant, der Darstellung eines Banditenüberfalls (beide 1994 Charles E. Roseman Collection, Cleveland).