Friedrich der Große und der Feldscher
Objektbeschreibung
Der Anekdote (Nicolai, 1790) zufolge hatte sich Friedrich der Große während des Bayerischen Erbfolgekrieges 1778 einer unbedeutenden medizinischen Behandlung unterziehen müssen. Während dieser setzte eine feindliche Kanonade ein, welche den behandelnden Feldscher sichtlich erschreckte. Daraufhin soll der preußische König nicht ohne Ironie zu seiner Umgebung bemerkt haben, dass dieser wohl noch nicht viele Kanonenkugeln gesehen haben kann.
Das Gemälde wurde auf der Berliner Akademieausstellung (als Nr. 10) 1795 gezeigt. Es gehört zu der sogenannten Fridericiana, einer losen Folge von
nachträglich zur Serie erklärten Gemälden Rodes, die zwischen 1786 und
1795 entstanden und sich bildkünstlerisch mit der Biografie Friedrichs
des Großen (1712–1786) befassen. Die Fridericiana folgt ideologisch der
Brandenburgiana, einer zwischen 1757 und 1763 entstandenen Serie von
Gemälden Rodes mit Ereignisdarstellungen aus der
brandenburgisch-preußischen Geschichte.