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Der hl. Hieronymus, vor dem Kruzifix sich kasteiend


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Objektbeschreibung

Der seit 1515 in Passau nachweisbare und später in Diensten des fürstbischöflichen Hofes tätige Wolf Huber ist neben Albrecht Altdorfer einer der führenden Vertreter des so genannten "Donaustils". Diese „Schule“ ist geprägt von der Entdeckung der Landschaft als eigenständiges Bildthema und ihrer Nutzung als Bedeutungsträger. So unterstreicht Huber auch in dieser Zeichnung des hl. Eremiten, Bibelübersetzers und Kirchenvaters Hieronymus das Zusammenspiel von Kreatur und Landschaft. Nur mit einem transparenten Umhang bekleidet, schreitet der bärtige Hieronymus mit ausgebreiteten Armen und Marterstein in der Hand auf den – wie ein Wegkreuz - schräg im Bild stehenden Kruzifixus zu. Die hinter dem Heiligen aufragenden, kargen Bäume spiegeln gewissermaßen das Kreuz und unterstreichen so die gewünschte Gleichsetzung des kasteienden Eremiten mit dem Gekreuzigten im Sinne eines Kompassiomotivs. Nicht recht zur Einöde passen will hingegen der Renaissancepalast mit hoher Freitreppe im Hintergrund, möglicherweise eine Reminiszenz an Hubers Betätigungen auf dem Felde der Architektur.