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Bildnis einer Bäuerin Verso: Männlicher Halbakt


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Objektbeschreibung

Obwohl Jacob Verbindungen zur Dresdner Sezession Gruppe 1919 pflegte, durch deren Vermittlung er 1919 in der einflussreichen Galerie Richter ausstellen konnte, schloss er sich keiner politischen oder künstlerischen Vereinigung an. Während seiner Studienreisen in den 1920er-Jahren fand er zu einer eigenständigen expressiv-realistischen, pastosen Malerei. Das „Bildnis einer Bäuerin“ entstand während einer Fahrt in die Berge, die ihn über Oberbayern in die Schweiz und nach Österreich führte. Auf der Rückseite ist ein weiteres Gemälde zu sehen, das einen vor einem Fenster stehenden männlichen Halbakt zeigt, dessen Kopf in der Mundpartie angeschnitten ist. Jacobs Werk wurde im Nationalsozialismus diffamiert, Bilder von ihm waren von 1933 bis 1935 auf der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ in Dresden, Nürnberg und München zu sehen – noch vor der gleichnamigen Schau im Haus der Deutschen Kunst in München 1937. Die beiden Gemälde, die sich in der Nationalgalerie befinden (vgl. „Meerfrau“, A IV 633), wurden 1936 durch das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung an die Sammlung überwiesen, nach einem 1935 getätigten En-bloc-Ankauf aus dem Kunstbesitz der Dresdner Bank. | Irina Hiebert Grun