C Figur mit vier Schrauben
Objektbeschreibung
Die „C-Figur mit 4 Schrauben“ gehört zur Serie der „C-Volumen“, einer Gruppe von Skulpturen, die Luginbühl ab 1958 aus Eisen fertigte. Diese Arbeiten sind typisch für den stilistischen Übergang von figurativen Formen zu abstrakten Kompositionen, die Luginbühls Schaffen besonders der 1950er- und 1960er-Jahre dominierten. Die Plastik besteht aus mehrfach abgewinkelten Eisenbändern, die aus einer einzigen Platte herausgeschnitten und montiert wurden. Sie formen ein Gerüst, das den Raum unter dem Eisenkubus dynamisch umschließt. Charakteristisch für Luginbühl sind die Spannung zwischen offenen und geschlossenen Formen und der betonte Gegensatz von tragenden und lastenden Elementen. Die vier Schrauben verstärken den Eindruck eines willkürlich herbeigeführten Zusammenhalts, auch dies ein wiederkehrendes Merkmal der Arbeit des Künstlers. Der Titel „C Figur mit 4 Schrauben“ ist, wie bei vielen von Luginbühls frühen Werken, eine bewusst nüchterne und beschreibende Bezeichnung. In seinem Umgang mit dem Material konzentriert er sich nicht nur auf die Formgebung, sondern arbeitet mit den dem Eisen inhärenten Eigenschaften wie Schwere und Widerstandsfähigkeit. Die Figur ist exemplarisch für das Zusammenspiel von Material und Raum, das Luginbühl in vielen seiner Eisenplastiken erforschte. Das Werk gelangte 1976 als Geschenk des Künstlers im Rahmen der „Donation Haftmann“ in die Sammlung der Neuen Nationalgalerie. | Sofía Pérez Knapheide