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Porträt Fritz Cremer (I)


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Objektbeschreibung

Grzimek wechselt in ihrer Arbeit stets zwischen Grafik und Bildhauerei und nimmt sich viel Zeit für die Entwicklung ihrer Figuren. Wiederholt widmete sich die Künstlerin den gleichen Motiven: dem menschlichen Körper, der Interaktion zwischen Figuren sowie dem Porträt. Die Bronze „Porträt Fritz Cremer“ fügt sich damit schlüssig in das Gesamtwerk Grzimeks. Der Bildhauer Fritz Cremer (1906–1993) war in mehrfacher Hinsicht wichtig für die Biografie Grzimeks.  Zehn Jahre umfasst die Entstehungszeit, damit ist anzunehmen, dass dem finalen Entwurf zahlreiche Studien vorausgegangen sind. Ihre Biografien kreuzen sich bereits zuvor: Von 1969 bis 1972 war sie seine Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR. Zudem war Cremer seit 1953 der zweite Ehemann ihrer Mutter, Christa Cremer. Er gehörte zu den einflussreichsten Bildhauer*innen in der DDR, hat zahlreiche Denkmäler geschaffen, war seit 1950 Meister und zwischen 1974 und 1983 Vizepräsident der Akademie. Die raue, bewegte Oberfläche verleiht der Arbeit Grzimeks trotz der Schwere des Materials etwas Skizzenhaftes. Im Porträt eröffnet diese Bearbeitungsweise eine Spannung zwischen jener beiläufigen, flüchtigen Anmutung und der Arriviertheit des Künstlers. Es ist offenbar der Versuch der Bildhauerin, das Menschliche einzufangen, nicht das Ideal. | Sabrina Kotzian