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Berliner Norden


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Objektbeschreibung

Liebknecht lebte und arbeitete seit 1930 als freier Maler in Berlin. Zu seinem Lebensunterhalt leitete er Kurse in Kunsterziehung an der Volkshochschule in Neukölln. Die Dresdner Ausbildung wie die vorherige in Berlin an der Lewin-Funcke-Malschule und bei Hans Baluschek prägten gemeinsam mit den ihn umgebenden Eindrücken das nun entstehende Werk aus dem Berliner Arbeitermilieu. Hier zeigt er in trüber Farbigkeit Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder zurück. Den Horizont beherrschen rauchende Schlote und ein Gasometer. Wenige dieser Werke des Malers haben Krieg und Emigration überstanden, fast nur jene, die der lebenslange Künstlerfreund Herbert Tucholski nach Liebknechts Emigration 1933 nach Paris dorthin nachgesandt hatte. Der bei Verwandten in Berlin untergestellte Bestand ging verloren. Etliche der frühen Arbeiten zeigte Liebknecht 1985 in Ost-Berlin und Dresden (vgl. Robert Liebknecht. Paris, Malerei und Grafik, Ausst.-Kat. Galerie am Weidendamm, Berlin [Ost], 1985). Und es waren gerade diese Bilder des Sohnes des berühmten Arbeiterführers Karl Liebknecht, die als Zeitdokumente dem Kulturministerium der DDR besonders wertvoll erschienen und nach Möglichkeit erworben wurden. | Angelika Wesenberg