Porträt Solveig
Objektbeschreibung
Das „Portrait Solveig“ ist durch ebenmäßige und dennoch individuelle Züge gekennzeichnet. Es zeugt von Krauses Arbeitsweise, der seine Skulpturen stets ohne Modell fertigte. Durch Aktzeichnen und Anatomiestudien hatte sich der Künstler eine sehr sichere Kenntnis des menschlichen Körpers erarbeitet. Er strebte nach einer idealen Gestalt und erreichte damit in seinen Bildnissen eine für ihn charakteristische Zeitlosigkeit. Krause studierte ab 1947 ein Jahr lang Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Er wechselte zum Fach Plastik an die Hochschule für Bildenden Künste in West-Berlin, nachdem er eine Ausstellung der Bildhauer*innen Reneé Sintenis und Richard Scheibe gesehen hatte, bei denen er dann unter anderem studierte. Zu seinem Wechsel in die Bildhauerei sagte Krause: „In den Ausdrucksmitteln der zweiten Dimension fand ich keine Befriedigung, ich fühlte und erkannte, daß die Gestaltung der dritten Dimension meinem Wesen entsprach.“ (zit. nach Karl Heinz Krause. Skulpturen und Zeichnungen, Mainz 1964, S. 9) 1955 hatte Krause seine erste Ausstellung, 1959 wurde er mit dem Georg-Kolbe-Preis ausgezeichnet. | Sarah Hampel