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Porträt Yonche Boissevain


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Objektbeschreibung

Sintenis fertigte im Verlauf ihrer künstlerischen Laufbahn zahlreiche Porträtköpfe an, vornehmlich in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren. Darunter waren vor allem Bildnisse von Freunden und Bekannten. Auch nach 1945 schuf sie ein paar wenige Köpfe, dies waren vornehmlich Auftragsarbeiten. Die vorliegende Arbeit stellt Yonche Boissevain (Lebensdaten unbekannt) dar. Er war der Stiefsohn der US-Amerikanerin Edith Greenough Boissevain (1895–1960), die mit ihrem Mann Jan Boissevain, einem niederländischen Einwanderer, eine Pferderanch mit Tourismusbetrieb in Montana führte. Greenough-Boissevain war durch eine Ausstellung in der Buchholz Galerie in New York auf die deutsche Künstlerin aufmerksam geworden und trug in den 1940er-Jahren eine beachtliche Sammlung von Sintenis’ Werken zusammen. Sie besuchte sie auch in Deutschland. Generell waren die kleinformatigen Tierfiguren von Sintenis durch ihre handlichen, kleinen Formate sehr beliebt bei privaten Sammlern. Die Büste ihres Stiefsohns gab Greenough-Boissevain direkt bei ihr in Auftrag. Während die Bronze in ihren Besitz überging, verblieb das Modell aus Ton bei Sintenis und gelangte durch ihren Nachlass in die Sammlung der Nationalgalerie. | Maike Steinkamp