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Objektbeschreibung

Schon während seines Studiums von 1924 bis 1929 an der Kunstakademie in Kassel bei Alfred Vocke engagierte sich Lehmann im Kasseler Kunstverein, der 1929 seine erste Einzelausstellung ausrichtete. Im selben Jahr erhielt er den Kunstpreis der Stadt und die Möglichkeit einer Studienreise über Antwerpen und Brüssel nach Paris und Meudon. Zeitgleich beschäftigte sich Lehmann eingehend mit dem Werk Auguste Rodins und besuchte das Atelier Aristide Maillols in Marly-le-Roi, einem Vorort von Paris. Die Skulptur „Liebespaar“ bezeugt diese Auseinandersetzung. Der Frauenkörper gleicht in Proportionen und Plastizität beispielsweise Maillols „Frau mit beiden Händen im Haar“ (B 14). Jene für das Frühwerk Lehmanns typische stilistische Nähe zu Maillol und Vocke lässt eine Datierung auf das Jahr 1929 zu. Dafür, dass die Skulptur zumindest vor dem Aufenthalt des Künstlers 1930 in der Villa Massimo in Rom entstand, spricht, dass Lehmann zu den dort hergestellten Werken schrieb: „Ich packte alle Figuren in Berlin aus, zerschlug sie und warf die Bronzen in den Lützowkanal“ (zit. nach Rudolf Lange, Kurt Lehmann, Göttingen 1968, S. 11). Lehmann studierte schließlich bis 1934 Steinbildhauerei bei Fritz Dietrich an den Vereinigten Staatschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin, kam in der mit dieser eng verbundenen Ateliergemeinschaft Klosterstraße unter und gehörte dem Kreis um Gerhard Marcks, Gustav Seitz, Hermann Blumenthal und Werner Gilles an. | Johanna Yeats