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Die Tänzerin

1983 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Nešković gehört zu der Generation jugoslawischer Künstler, die nach dem Zweiten Weltkrieg erwachsen wurde und sich in ihren Werken mit der Massenkultur und den Medien in einer sich im sozialistischen Kontext entwickelnden Konsumgesellschaft auseinandersetze. Nešković, der Mitte der 1960er-Jahre seinen Abschluss an der Akademie der Schönen Künste in Belgrad machte, war mithin Zeuge der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen: Reformen, mit denen das jugoslawische Modell des selbstverwalteten Sozialismus an die Anforderungen der Marktwirtschaft angepasst werden sollte. Zunehmend waren westliche popkulturelle Vorbilder in Design, Film, Musik, Mode, Alltagsleben und Kunst präsent. Vor allem junge Menschen brachten ihre Unzufriedenheit mit den von einem korrupten Staat dekretierten ideologischen Prinzipien zum Ausdruck, am deutlichsten in den Studentenprotesten von 1968. Entsprechend diesem Zeitgeist wandte sich auch Nešković gegen jede etablierte Autorität und damit sowohl gegen die Protagonisten als auch die Inhalte der Kunst: „Ich mag die bekannten und anerkannten Künstler wie Picasso, Moore, Dubuffet und Magritte nicht, weil man sich zu sehr auf sie konzentriert und dabei vergisst, dass der Wert eines Werks vergänglich ist. Infolgedessen kann das Erscheinen zukünftiger brillanter Werke, deren Wert ebenso vergänglich ist, unbemerkt bleiben.“ (in: Predrag Nešković, Ausst.-Kat., Belgrad, 1978, S. 3) | Svetlana Jevtovic Montua