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Totenmaske Maximilian Harden (Abguss)


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Objektbeschreibung

Der Schriftsteller und Publizist Maximilian Harden (1861–1927), Sohn eines jüdischen Seidenhändlers, begann seine Karriere als Theaterkritiker. Seine Aufsätze über Politik und geistiges Leben machten ihn bekannt. 1889 war Harden einer der Gründer der Freien Bühne Berlin; lange Jahre wirkte er als Berater des Berliner Theaterintendanten Max Reinhardt. Zunächst Monarchist und Anhänger Otto von Bismarcks, wandelte sich Harden als Herausgeber der politischen Wochenzeitschrift „Die Zukunft“ (1892–1922) zu einem der härtesten Kritiker des Kaiserhauses. Später entwickelte er, der nun radikal-sozialistische Positionen vertrat, zur Weimarer Republik eine widersprüchliche Haltung. 1922 stellte Harden seine Zeitschrift nach einem Angriff aus rechtsradikalen Kreisen auf seine Person ein und siedelte in die Schweiz über, wo er 1927 starb. Seine Totenmaske, die von einer voluminösen, wohl nachträglich erweiterten Frisur dominiert wird, nahm ihm der Schweizer Bildhauer Delerse ab. Der in Italien und der Schweiz ausgebildete Künstler hatte sich auf Porträtplastik spezialisiert; ab 1928 lehrte er an der École des Beaux-Arts in Lausanne unter anderem die Technik der Gipsabformung. Der Abguss der Totenmaske gelangte 1950 durch eine Schenkung von Elfriede Schmalz, die 1947 eine schmale Sammlung mit Zitaten von Harden herausgegeben hatte, in die Nationalgalerie (Ost). | Maike Steinkamp