Pelikan bei der Toilette
Objektbeschreibung
Zügel war vorwiegend als Tierbildhauer tätig. Das Werk gehört zu der Gruppe von Darstellungen exotischer Vögel („Ruhender Pelikan“, B I 221, und „Kondor“, B I 222), die er 1905 schuf und die erst als Ensemble die ganze Fülle seines formalen Erfindungsreichtums erkennen lässt. Der akrobatisch auf dem Fels balancierende, mit den Flügeln schlagende Pelikan ist ganz auf Silhouettenwirkung hin gearbeitet, Komik und Exotik miteinander verbindend. Bei den aus den Mitteln des kißschen Kunstfonds finanzierten Ankäufen aus der „Großen Berliner Kunstausstellung“ 1905 handelt es sich wohl um die frühesten Erwerbungen von Plastiken Zügels durch ein Museum. Der später gebrochene Fuß des Pelikans wurde im Januar 1989 von der West-Berliner Gießerei Noack restauriert. | Bernhard Maaz