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Objektbeschreibung

Im Jahr 1968 erläuterte Dorazio einige formale Themen seiner Malerei. Zwei Passagen scheinen den Aufbau des Gemäldes „Damals“ genau zu beschreiben: „Übereinanderlagernde Farbbänder […] [Dieses Motiv] enthält zwei oder mehr Farben und wird gelegentlich sogar unterbrochen, ja im Übergang von Farbe zu Farbe zerrissen.“ Außerdem: „Die wie Intarsien oder Teile eines Puzzles wirkenden Formen setzen sich zu Bändern von gesteigerten Dimensionen zusammen.“ (Übersetzung aus dem Katalog zur Ausstellung Piero Dorazio – pitture recenti, Rom, November – Dezember 1968, in: Piero Dorazio, Ausst.-Kat. Haus am Waldsee, Berlin [West], 1969, o. S.) Anders gesagt: Die Streifen ergeben nicht mehr nur ein Puzzle, sondern bestehen ihrerseits aus Puzzleteilen, sodass die Farbe jedes Streifens changiert. „Damals“ setzt sich also aus mehrfarbigen Streifen zusammen, die wie in früheren Bildern gewebeartig übereinandergelagert sind. Dabei vermischen sich deren Farben so, als würden sie mehrere Schichten durchdringen. Das Raster, mittels dessen Dorazio in früheren Bildern eine Textilstruktur evozierte, wird aufgelockert. Obwohl der Künstler meist nach relativ klar definierten Grundsätzen arbeitete, ließen diese genügend Raum für Experimente, die zu einem vielseitigen Œuvre führten. | Emily Joyce Evans