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Porträt Konrad Adenauer

1958 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Konrad Adenauer (1876–1967) zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der Nachkriegsjahre. Der Jurist und Politiker verlor das Amt als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Köln nach dem Machtantritt der NSDAP 1933, da er sich gegen das neue Regime positionierte. Während der NS-Zeit wurde er mehrfach verhaftet und zeitweise interniert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzte Adenauer seine politische Karriere fort. Er war Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union (CDU) und wurde am 15. September 1949 zum ersten Kanzler der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland gewählt. In seine 14 Jahre währende Regierungszeit fielen die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität Westdeutschlands und das „Wirtschaftswunder“. Adenauer setzte sich für die europäische Integration der Bundesrepublik und die Aussöhnung mit Frankreich ein. Nach mehreren innenpolitischen Krisen trat er am 15. Oktober 1963 als Bundeskanzler zurück. Der renommierte Bildhauer Scheibe porträtierte zahlreiche wichtige Persönlichkeiten der politischen und kulturellen Szene der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft. Das Bronzebildnis entstand 1958 während Adenauers dritter Amtszeit, ein Jahr nach seiner zweiten Wiederwahl. Zur Vorbereitung der Büste skizzierte Scheibe den Bundeskanzler mehrfach auf Pressekonferenzen in Berlin. | Philine Pahnke