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Dynamische Strukturen - Weiß in Schwarz


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Objektbeschreibung

Ausgehend von der Idee des Nullpunkts schuf Heinz Mack in den Jahren von 1956 bis 1968 Gemälde, in denen er sich von den Traditionen und Begrenzungen des Tafelbildes löste. Als Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO ersetzte er in der ZERO-Malerei, die neben den lichtkinetischen Objekten und Lichtreliefs seine wichtigste Werkgruppe darstellt, Komposition durch Struktur. Herkömmliche Bildfaktoren wie Symmetrie oder narrative Elemente wurden verworfen, und der individuelle künstlerische Ausdruck zurückgenommen. Er schuf eine Reihe schwarz-weißer Gemälde und Werke, die ausschließlich in Nuancen von Schwarz, Weiß oder – seltener – in verschiedenen Farben gehalten sind. In der Arbeit „Dynamische Strukturen“ von 1962 sowie dem unbetitelten Werk von 1960 kombiniert Mack schwarze Flächen und Linien, die das Licht absorbieren, mit feinen, seriellen Linien in Weiß, die es reflektieren. Auch ohne Farbe erzeugen die feinen Abstufungen von Weißtönen der „Dynamischen Struktur in Weiß“ aus dem Jahr 1959 eine eindrucksvolle monochrome Dynamik. Die mit der Rakel aufgetragenen Lineaturen aus Kunstharz bewirken den Eindruck einer Vibration und eines eigenständigen Rhythmus. Das Licht wird somit explizit wahrnehmbar, es entsteht die Vorstellung, Mack habe mit Licht gemalt statt mit Farbe. Die Auseinandersetzung mit Licht zieht sich durch das gesamte Werk Macks und ist auch für die rund 500 Gemälde seiner ZERO-Malerei zentral. | Philine Pahnke