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Hommage à Schiller


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Objektbeschreibung

Förster schuf seine ersten Porträtstelen 1968 (vgl. „Modell zu einer Stele“, WVZ Mlakusch 126, und „Stele I“, WVZ Mlakusch 127). In ihrer Form leicht an die dünnen, großen Figuren Alberto Giacomettis erinnernd, geht diese vor allem auf den Wunsch des Künstlers zurück, dass eine Porträtplastik nicht auf einem Sockel stehen, sondern den Betrachtenden sozusagen auf Augenhöhe begegnen sollte. Die „Hommage à Schiller“ stellt mit ihrer Ähnlichkeit zu den Porträtstelen eine neue Art von Personendenkmal dar. Friedrich Schiller (1759–1805), deutscher Dichter und Denker der Weimarer Klassik, ist hier aber im Gegensatz zu den Porträtstelen ohne Kopf gezeigt. Der nackte Körper, der am ehesten dem eines Jugendlichen ähnelt, ist von der Fersenregion bis zu den Ellbogen der ausgestreckten Arme dargestellt. So vermittelt die Figur den Eindruck des Strebens; dass dieses eine Anstrengung ist, verraten die angespannten Muskeln. Hier wird nicht der zu verehrende Mensch abgebildet, sondern Gegenstand der Darstellung ist Försters Ausdruck der Verehrung. Das Schiller-Denkmal widersprach den Grundsätzen der offiziellen Kunst in der DDR, wurde aber nicht nur toleriert, sondern vom Ministerium für Kultur erworben und der Nationalgalerie übereignet. | Emily Joyce Evans