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Femme couchée au bouquet


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Objektbeschreibung

Das malerische Experimentieren mit der menschlichen Anatomie ist ein zentrales Thema in Picassos Œuvre. Bei „Femme couchée au bouquet“ (Liegende Frau mit Strauß) kombinierte er mehrere formale Elemente aus seinem Repertoire: Zum einen setzen sich viele Partien des Körpers aus Dreiecken und Kreissegmenten in Grautönen zusammen, Zitate seiner um 1910 entstandenen kubistischen Porträts. Zum anderen knüpft Picasso an andere seiner Figurendarstellungen an, bei denen er Teile der Anatomie ausklappt. Hier ist es die rechte Gesäßhälfte. Schließlich erinnert die gesamte Komposition, insbesondere durch die ungleich langen, nach links ausgestreckten Beine und die hinter dem zum rechten Bildrand liegenden Kopf verschränkten Arme, an den im Museum Berggruen verwahrten „Grand nu couché“ (Großen Liegenden Akt) von 1942 (NG MB 73/2000), ein Gemälde mit nahezu identischen Maßen und ähnlich uneinheitlichem Farbauftrag. Im vorliegenden Werk fällt kompositorisch das eigentümliche Gleichgewicht vom Bein des Tischchens und der am entgegengesetzten Ende der Tischplatte stehenden Blumen auf, deren Umrisse wie ein Echo auf Silhouette und räumliche Ausrichtung der Frau wirken. | Gabriel Montua