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Objektbeschreibung

Der weibliche Torso formt sich aus schlangenförmigen Linien. Das Werk repräsentiert einen Schlüsselmoment in Heiligers Schaffen, deutlich wird hier erkennbar, dass er sich an der internationalen Abstraktion orientierte. Es erinnert an Arbeiten von Hans Arp, Constantin Brancusi oder Barbara Hepworth, besonders stark aber war der Einfluss Henry Moores, zu dem Heiliger auch persönlichen Kontakt hatte. Sicherlich ästhetische, aber vielleicht auch politische Gründe könnten ihn zu einem Stilwechsel bewogen haben. Denn so distanzierte er sich eindeutig von seinem einstigen Lehrer, Arno Breker, dem bevorzugten Bildhauer Hitlers. Heiliger besuchte die erste Ausstellung von Henry Moore in Deutschland in der Hamburger Kunsthalle im Frühjahr 1950. Ein Jahr später sollte eine Ausstellung seiner eigenen Werke dort stattfinden. Trotz dieser sichtbaren künstlerischen Nähe zu dem Briten wurde von den Kunstkritikern stets seine Eigenständigkeit gewürdigt. | Anja Pawel