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Junger Faun und Bacchusknabe


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Objektbeschreibung

In Begas’ Gruppe Faun mit Bacchusknabe spiegeln sich antike wie barocke Quellen. Solche Themen ermöglichten dynamisch bewegte Darstellungen, wie in diesem Fall, wo der Gegensatz von kindlicher Zartheit und faunischer Derbheit geradezu demonstrativ ausgekostet wird. Zweifigurige Gruppen waren schon deshalb besonders beliebt, weil sie  –  ganz im Geist des Barock  –  einen motivischen Vorwand für die Gegenüberstellung widersprüchlicher Erscheinungen bieten. Erstmals präsentierte Begas das Werk auf der Weltausstellung in Paris 1878. Der Ankauf der Gruppe kam dann aber erst 1891 über das preußische Kultusministerium, das für die Künstlerförderung verantwortlich war, zustande, an das sich der Bildhauer gewandt hatte. Nur wenige Jahre zuvor (1885) war die Gruppe auf der »Ausstellung farbiger und getönter Bildwerke« in der Nationalgalerie gezeigt worden. Von der einstigen Tönung hat sich freilich – wie in vielen ähnlichen Fällen auch – nichts erhalten. | Bernhard Maaz