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Stehendes Mädchen


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Objektbeschreibung

Arnold besann sich nach 1966 auf sein Frühwerk der 1930er- und 1940er-Jahre und widmete sich wieder der Holzbildhauerei. Mit dem erneuten Materialwechsel erlangte er auch die expressiven Ausdrucksmöglichkeiten zurück, die er ausschließlich in seiner frühen Schaffensphase angewandt hatte, während er in der Hochphase des Sozialistischen Realismus bzw. während der Formalismusdebatte (1949–1953) bemüht war, sie zu meiden. Seine erste neue Holzfigur war „Junges Mädchen (Josephine)“ aus dem Jahr 1966/1967, die er aus Platanenholz anfertigte. Sie weist eine formale Ähnlichkeit zur vorliegenden Skulptur „Stehendes Mädchen“ von 1972/1973 auf. Bei beiden Werken arbeitete Arnold abstrahierend und vereinfachend:  Erweiterte menschliche Proportionen treffen auf eine herausgearbeitete Maserung des Holzes. Für „Stehendes Mädchen“ verwendete Arnold Lindenholz, das sich aufgrund seiner weichen Beschaffenheit leicht bearbeiten lässt. Im Frühwerk hatte er hauptsächlich mit Mooreiche, Ulme, Kirschbaum und Eiche experimentiert, später setzte er auf die verschiedenen Farben und Maserungen von Ahorn, Platane, Ebenholz und Linde. Insgesamt schuf er im letzten Jahrzehnt seines Lebens mehr als vierzig zum Teil großformatige Holzskulpturen. | Jill Praus