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Häuser am Meer


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Objektbeschreibung

An der Königlichen Kunstschule und an der Hochschule für die bildenden Künste in Berlin absolvierte Kuhfuss von 1902 bis 1907 nahezu zeitgleich sein Kunststudium und eine Ausbildung zum Zeichenlehrer und Kunstpädagogen. Mit dieser Befähigung war der Maler über vierzig Jahre an verschiedenen Berliner Schulen und Lehranstalten tätig. Ab 1913 war er regelmäßig auf den Ausstellungen beider Berliner Secessionen vertreten. Nach dem Lazarettdienst im Ersten Weltkrieg erfuhr sein Œuvre eine spätexpressionistische Ausprägung, die an Ludwig Meidner und Jakob Steinhardt erinnert, dabei jedoch dezidierte Eigenheiten besitzt. Das vorliegende Werk weist die für Kuhfuss in der Entstehungszeit typisch gedämpfte Farbpalette aus diffusen Braun-, Grün- und Gelbtönen auf. Der Strich ist expressiv, der Duktus hingegen nicht: Tief ist die Farbe in die ungrundierte Leinwand eingedrungen, die im Bereich des Horizonts als eigenständiger Farbwert die Komposition mitbestimmt. Der Farbauftrag stabilisiert den nervös-vibrierenden Ausdruck des Bildes und hält ihn in eigentümlicher Schwebe. Ab Mitte der 1920er-Jahre fand Kuhfuss zu seinem endgültigen Stil, der sich bis zu seinem Tod 1960 nur noch geringfügig änderte: Die Farbpalette hellte merklich auf, Ausdruck und Sujets wurden heiterer und naiver. | Katharina Wippermann