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Tetraeder-Subtraktion


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Objektbeschreibung

Viele Bildhauer stellten sich seit den 1970er-Jahren radikal der traditionell vertikal orientierten Skulptur entgegen, indem sie Bodenplastiken schufen, um damit jegliche inhaltlichen Assoziationen zu tilgen. Im Unterschied dazu nehmen Lechners „Tetraeder-Subtraktionen“ wieder Konzepte von Stehen und Liegen, Tragen und Lasten auf, ohne sich der Körperhaftigkeit von Skulptur zu ergeben. An Prinzipien der Konkreten Kunst anknüpfend, die sich der Erkundung von geometrischen bzw. stereometrischen Grundformen verschrieben hatte, schweißte Lechner in seiner „Tetraeder-Substraktion“ drei gleichgroße Vierkantstäbe rechtwinklig aneinander. Die Enden der Träger bilden die Eckpunkte eines Tetraeders. Lechner definiert mit den massiven liegenden bzw. stehenden Vierkantstäben die maximale Ausdehnung von je vier gleichgroßen Dreiecksflächen, die in ihrer räumlichen Zusammenstellung einen gleichförmigen Tetraeder, also eine Pyramide, beschreiben. In der bloßen Assoziation von Fläche, dem Andeuten von Volumina widersetzt sich Lechner der Körperhaftigkeit von Skulptur. Leere gegen Körper, Raum gegen Flächen. Der Künstler führte verschiedene Tetraeder-Subtraktionen zunächst in kleinen Versionen mit rostfreiem Stahl aus (vgl. WVZ Honisch 1977, 388), um sie sodann in monumentalem Maßstab umzusetzen. | Yvette Deseyve