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Schweben in Grau


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Objektbeschreibung

Eysmont, ein polnischer abstrakter Maler, gehörte zur sogenannten Zoppot-Gruppe, einem Zusammenschluss von 14 Absolventen der Hochschule für Bildende Künste in Zoppot, die sich im Auftrag des damaligen Ministeriums für Kultur und Kunst im Herbst 1953 in Stettin niederließen. Ihre Aufgabe war es, das Kunstleben in der „wiedergewonnenen“ Stadt neu zu beleben. Nach dem Ende der stalinistischen Ära war die Abstraktion in Polen erlaubt. Eysmont malte abstrakte Bilder, oft mit einer stark ausgeprägten Textur, die an Flachreliefs erinnert. Dafür benutzte er unter anderem alltägliche Gegenstände, wie Teile von alten Töpfen, Metallelemente oder Stücke von Keramikfliesen, die er in den Stettiner Kriegsruinen sammelte. Auch Reis, Styropor, Harz und Wachs fanden Eingang in seine Gemälde. Er arbeitete mit Chemikern zusammen, um mit der Oberflächenstruktur seiner Arbeiten zu experimentieren. Eysmont sagte über seine Formen: „Um gewisse Gedanken auszudrücken, verwendete ich bestimmte Zeichen. Ich erfand sie selbst. Ich nannte sie Spuren.“ (Pozostawić coś po sobie, in: Głos Szczeciński, 28.8.1985) Die Komposition aus der Sammlung der Nationalgalerie ist ein für sein Œuvre typisches und repräsentatives Werk und wurde im Auftrag des Ministeriums für Kultur der DDR auf der ersten Kunstmesse der sozialistischen Länder in Poznań erworben. | Marta Smolińska