Schlepper
Objektbeschreibung
In einer Zeche wirft eine Grubenlampe ihr Licht auf Stollen, Gleise und das Gesicht eines Bergmanns, der einen vollen Förderwagen zutage zieht. Mit seinem gesamten Gewicht zerrt er weit vorgebeugt die ungeheure Last nach oben. Doch so hart die Arbeit auch ist, wirkt der noch jung erscheinende Mann nicht gedrückt, im Gegenteil: Mit ruhigen Augen blickt er dem Ziel entgegen, in seinem ganzen Vorwärtsstreben strahlt er Kraft aus. Duda stammte aus einer Bergarbeiterfamilie und kannte diese Arbeit. In seinen künstlerischen Werken ging es ihm nicht um die Sympathie für eine solche Arbeit an sich, sondern um die mit den Arbeitern. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in der DDR, in der er sich klar als Kommunist mit Wurzeln im Proletariat positionieren konnte. Entsprechend wurden Bilder wie „Schlepper“ explizit als Anklage gegen die Ausbeutung im kapitalistischen System beschrieben und rezipiert. | Emily Joyce Evans