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Porträt Eduard von Winterstein (II)


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Objektbeschreibung

Nach dem Tod des in der DDR hoch angesehenen Schauspielers Eduard von Winterstein (1871–1961) fertigte Balden 1961/1962 einen Porträtkopf von ihm an. Er gehört zu einer Reihe von Büsten, die der Künstler in dieser Zeit schuf. Der in Österreich als Eduard Clemens Franz Freiherr von Wangenheim geborene Winterstein hatte früh zur Schauspielerei gefunden. Bereits ab 1895 war er nach einigen kleineren Engagements an verschiedenen Theatern in Berlin tätig und spielte ab den 1910er-Jahren auch in zahlreichen Filmen mit. Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte Winterstein seine Bühnen- und Filmkarriere bruchlos fortsetzen. Nach 1945 entschied er sich für das Leben in Ost-Berlin, wo er unter anderem an seinen früheren Wirkungsstätten, dem Deutschen Theater und der Berliner Volksbühne, spielte. Zu seinen größten Erfolgen der Nachkriegszeit gehörten die Titelrollen in Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ und Johann Wolfgang von Goethes „Faust“. Auch in DEFA-Filmen war er präsent, zum Beispiel in dem Antifaschismus-Drama „Die Sonnenbrucks“ (1951, Regie: Georg C. Klaren) oder in dem Science-Fiction-Film „Der schweigende Stern (1960, Regie: Kurt Maetzig), seine letzte Rolle. Balden schuf ein ausdrucksstarkes, expressives Porträt des gealterten Stars. | Maike Steinkamp