Mutter und Kind
Objektbeschreibung
Grämer absolvierte 1914/1915 eine Lehre als Modelleur und studierte zwischen 1916 und 1922 an der Kunstgewerbeschule bei Adolf Sonnenschein sowie an der Kunstakademie bei Selmar Werner in Dresden. Während sich der Bildhauer bis 1923 in seinen Werken mit Kubismus und Expressionismus auseinandersetzte, schlug er in der Folge einen klaren realistischen Weg ein. In seiner Heimatstadt Dresden fand seine Kunst früh Anerkennung. So kaufte die Stadt bereits ab 1920 Arbeiten von ihm an, 1923 erhielt er den Sächsischen Staatspreis, und 1926 war er an der „Internationalen Kunst-Ausstellung“ in Dresden beteiligt. Neben seinen gesellschaftskritischen Plastiken schuf Grämer auch harmonische oder gar lebensfrohe Darstellungen wie spielende Kinder oder Mutter-Kind-Gruppen, die sich in die populäre Kleinplastik der Zeit einreihten. Die kleine Bronze, die um 1925 entstand, zeigt das Kind in vertrauensvoller Umarmung mit seiner Mutter. | Irina Hiebert Grun