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Totenmaske Wilhelm Lategahn


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Objektbeschreibung

Der Maler und Grafiker Wilhelm Lategahn (1882–1955), Schüler von Ulrich Hübner und Lovis Corinth, wurde seit 1910 bekannt mit Porträts, Stillleben und Landschaften, namentlich Motiven aus Berlin und der Mark Brandenburg. Seine Totenmaske zeigt den 73-Jährigen mit etwas teigigen Gesichtszügen, Stirn und Schläfen sind kahl. Wie bei einer Lebendmaske sind die Augenlider nicht geschlossen, jedoch wurden die Pupillen nicht nachträglich bearbeitet. Dass es sich bei dem sehr präsenten, lebendigen Bildnis tatsächlich um eine Totenmaske handelt, ist durch die in Teilen erhaltene Korrespondenz mit den Nachlassverwaltern belegt: Dem Briefwechsel zufolge stammt die Maske aus dem Nachlass der 1962 verstorbenen Witwe des Künstlers, Helene Lategahn, die sich sehr für das Andenken des Verstorbenen engagierte, unter anderem durch Beschickung von Ausstellungen mit Werken aus ihrem Privatbesitz. Nach dem Tod Helene Lategahns gelangte die Maske 1964 als Schenkung zusammen mit einem Blumenstillleben von Lategahn (A III 484) in die Nationalgalerie (Ost). | Wolfgang Cortjaens