Ohne Titel
Objektbeschreibung
Der amerikanische Bildhauer hatte zunächst Maschinenbau studiert, bevor er sich 1923 der bildenden Kunst zuwandte. Nach seinem Abschluss an der Art Students League of New York zog es ihn ab 1926 wiederholt für längere Zeit nach Paris, wo er bald zu der künstlerischen Avantgarde um Marcel Duchamp, Joan Miró, Piet Mondrian, Hans Arp, Fernand Léger und den Surrealisten gehörte. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten filigranen Drahtplastiken, zunächst noch figurativ, bis er Anfang der 1930er-Jahre er zur Abstraktion überging. Von nun an schuf er stehende Konstruktionen aus Draht, Holz und Metall mit beweglichen Elementen, die anfangs teils mechanisch, später dann allein durch Luftströmungen in Bewegung versetzt werden konnten. Kurz darauf folgten die ersten Mobiles, kinetische, hängende Objekte aus Stahl. Calders „Standing Mobile“ aus dem Jahr 1948 ist eine Kombination aus seinen stehenden und hängenden Arbeiten. Die Skulptur stammt aus dem Besitz der amerikanischen Schauspielerin Paulette Goddard. Ihr damaliger Ehemann, der Schauspieler Burgess Meredith, hatte sie ihr im Sommer 1948 geschenkt, kurz nachdem er Calder kennengelernt hatte. Meredith war es auch, der wenig später den von Herbert Matter gedrehten Film „Works of Calder“ (1950) produzierte. | Maike Steinkamp