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Objektbeschreibung

„Nach dem Bade“ ist eine klassische Standfigur, die reduzierte Darstellung betont den Schwung der Körperlinien. Das Herausarbeiten des Wesentlichen, ein typisches Stilmittel der Bildhauerin, bestimmt die Komposition. In der Haltung der Arme und der Hände, welche unter das Haar greifen, ist ein intimer Moment erfasst. So knüpft die Darstellung einerseits an eine vielschichtige Ikonografie an und lässt sich andererseits als konzentrierter Moment schlichten Daseins lesen. Die Bronze von 1950 ist mit 53 Zentimetern Höhe recht klein und verweist damit auch auf die bescheidenen Wohn- und Arbeitsräume in Berlin-Charlottenburg, welche die Künstlerin nach Kriegsende zunächst zur Verfügung hatte. 1953 zog Hahne in eine neu errichtete Atelier-Wohn-Siedlung in Berlin-Pankow. In dem geräumigen Atelier entstanden von da an monumentalere Arbeiten. Die Auffassung der menschlichen Figur und die Arbeitsweise änderten sich hingegen kaum. Hahne arbeitete selten mit Skizzen, sondern direkt in Ton oder Gips. Die vielen Zwischenschritte und Entscheidungen, die grundlegend für die finale Gestalt waren, können daher nicht nachvollzogen werden. | Sabrina Kotzian