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Destino del Toro (Schicksal des Stieres)

1962 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Nach einer Reise auf die spanische Insel Ibiza 1952 ließ sich Trökes mit seiner Ehefrau Renée auf der Insel nieder. Von der Wahlheimat angeregt ist wohl auch der Titel des 1962 entstandenen Ölgemäldes: Viehherden und der traditionsreiche Stierkampf waren dort bestimmend für Landschaftsbild und gesellschaftliches Leben. Wenig imposant jedoch ist das Tier im Gemälde, denn es ist bereits zu Fall gebracht – der große, braune Laib auf grünem Grund erlaubt die Assoziation sowohl mit dem weidenden Vieh wie aber auch mit dem aufgespannten Fell des schon geschlachteten Tieres. Letzteres Motiv wird in seiner Wirkung noch verstärkt durch den ins Rötliche verschwimmenden Korpus des Stiers. Es ist ein singuläres Sujet in Trökes’ Œuvre, bedingt möglicherweise durch die Werkgenese: Der Maler bemühte sich zunächst und vordergründig um die Komposition des Bildaufbaus und die Feinabstimmung der Farben und nicht um das Porträtieren des Tieres. Erst das Ergebnis bestimmte dann die Titelgebung, oftmals assoziativ. Mitte der 1950er-Jahre wurde Trökes als Leiter der Abteilung für Freie Graphik an die Staatliche Hochschule für bildende Künste in Hamburg berufen, 1965 folgte der Ruf an die Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin. Bis Ende der 1970er-Jahre pendelte Trökes zwischen Ibiza und Berlin, wo er am 22. April 1997 verstarb. | Dorothea Schöne