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Bauer Otto Rehn


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Objektbeschreibung

Den Bauern Otto Rehn aus seinem Heimatort Börnchen hat Querner ab 1930 bis zu dessen Tod überaus häufig als Motiv gewählt. Neben zahllosen Aquarellen und einigen Zeichnungen entstanden 13 Gemälde von Rehn. So hielt Querner das zunehmende Alter und die Veränderungen des Bauern fest. „Rehn, von ewigen Prozessen gebeutelt und von zahllosen Unglücksfällen heimgesucht, ist erst der bauernschlau pfiffige Besitzer handtuchschmaler Felder […] Von Bild zu Bild sieht Querner ihn herunterkommen bis zur letzten senilen Auszehrung, gekleidet in die Lumpen weggeworfener Uniformstücke und Fluchtgepäcke aus den Straßengräben des verendenden Krieges.“ (Dieter Schmidt, in: Ausst.-Kat. Curt Querner – das malerische Werk, Dresden 2004, S. 87) Auch in den Tagebüchern von Querner taucht Rehn häufig auf. 1939 fragte er sich: „Was versteht dieser Mann von Politik. Er hat sich nie darum gekümmert, – noch um etwas anderes als um seine Scheffel Land und Vieh. Das Leben rauscht an ihm vorüber, und nun geht er bald sich ausruhen. – Seine Hände sind wie Wurzeln groß und schwer, die Gestalt, die aussieht wie ein verdorrender Eichenknorzel, hager, x-beinig, langsam, aber unendlich fest und zäh. Was kümmert es ihn, was so weit von ihm gedacht wird, das liegt ganz weit hinter seinen Feldern.“ (Tagebuch, 7.5.1939, in: Gert Claußnitzer, Curt Querner, Dresden 1979, S. 12) | Angelika Wesenberg