Logo

Die Heiligen Drei Könige II


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Von dem Bild hat sich eine erste Fassung von 1954 erhalten (WVZ Brade 54-20). Das vorliegende Werk ist größer und zeigt eine weiträumigere Landschaft. Die Könige sind mit großem Gefolge dem hell erleuchteten Stall entgegengezogen. Über dem Stall steht der Weihnachtsstern, der sie dorthin geleitet hat. Das Bild ist in Blau gehalten, Gelbtöne verdeutlichen das Licht, das Gold der Kronen und andere Metalle. Die Purpurmäntel der Könige vor dem Stall setzen einen roten Farbakzent, die Gewänder der Männer aus dem „Morgenland“ einen weißen. Entstanden ist eine poetische, reiche erzählerische Darstellung. Im Februar 1957 fand eine erste Ausstellung der Werke von Ebert im Pavillon der „Berliner Zeitung“ statt. Werner Schmidt, damals Assistent des 80-jährigen Direktors der Nationalgalerie (Ost), Ludwig Justi, der sich zu einem Besuch der Ausstellung hatte überreden lassen, schilderte die Genese der Erwerbung: „Er betrachtete jedes Stück aufmerksam, gewann zunehmend Freude an den köstlich fabulierenden Bilderzählungen, sodaß er schließlich zwei Gemälde für die Nationalgalerie auswählte, […] ‚Heizers Geburtstagsständchen‘ als zauberhafte Verklärung des Alltags mit feinen Grauwerten und die ‚Ankunft der Heiligen Drei Könige‘ als Vergegenwärtigung der biblischen Mär mit prunkendem Farbklang.“ (Helmut Brade [Hrsg.], Albert Ebert, Leipzig 2001, S. 9) Das zweite der Bilder befand sich schon im Besitz des Generalsekretärs der CDU (DDR), Gerald Götting, der es auf Bitten Justis als Dauerleihgabe in die Nationalgalerie gab. | Angelika Wesenberg