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Wilhelm Georg Otto Freiherr von Stransky-Greiffenfels


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Objektbeschreibung

Wilhelm von Stransky-Greiffenfels (1873–1942/43) und seine Frau Luise, geborene von Ramin, gehörten zum Berliner Freundeskreis des Ehepaares Fritz und Irma Klimsch. Diese Porträtbüste entstand offenbar nicht als Auftragsarbeit, sondern auf Initiative des Bildhauers und kann als privates Andenken betrachtet werden. Die Modellierung von Gesicht und Haar verleihen der Darstellung einen individuellen Ausdruck. Ferner steht das Werk auch für eine Auseinandersetzung Klimschs mit dem Porträt an sich und mit den Möglichkeiten seiner Form. Den Büsten von Stransky-Greiffenfels und von Alfred Graf von Schlieffen (B I 336) ist gemeinsam, dass den Persönlichkeiten durch die ernsthaften, in sich konzentriert wirkenden Erscheinungsbilder Ausdruck gegeben werden sollte. Stransky-Greiffenfels war Amateurmusiker – er spielte Geige, führte aber außerhalb des Freundeskreises nicht auf. 1935 publizierte er das Buch „Die silberne Schwelle. Eine Episode“. Nach seinem Tod schenkte Klimsch die Büste seiner Witwe, die sich später erinnerte: „Die große Wohnung von Klimsch in der Bismarckstraße bedeutete wirklich einen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens von Berlin. Sie war der Rahmen für schöne Frauen und berühmte Männer“ (zit. nach Fritz Klimsch. Werke, Ausst.-Kat., Hannover, 1980, S. 158). | Emily Joyce Evans