Über Wolken schreitende Frau (Fragment)
Objektbeschreibung
Das Fragment eines Kopfes mit dem für Albiker ungewöhnlich poetischen Titel „Über Wolken schreitende Frau“ gehörte zu einer Figur in Denkmalgröße, die der Bildhauer in seiner Dresdner Zeit in zwei Versionen, in Gips und in Bronze, gefertigt hatte. Beide wurden im Februar 1945 zerstört, als Albikers Wohnung und Atelier infolge des Großangriffs auf Dresden brannten – zusammen mit einem Großteil seines Œuvre. Der Kopf der Gipsversion blieb allerdings erhalten, da die gesamte Figur kurz vor ihrer Vollendung „unter der Punktiermaschine stehend verschüttet“ worden war, der Kopf jedoch „lange nach dem Brand ausgegraben und sichergestellt“ werden konnte (Karl Albiker-Werkbuch, Karlsruhe 1978, S. 52). Die Materialangabe „Gips Sägemehl“ im „Werkbuch“ erklärt die graugelben Ablagerungen auf der dunkelgrauen Oberfläche des Fragmentes. | Uta Caspary