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Porträtstatuette Hermann Duncker


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Objektbeschreibung

Als Mitglied der KPD wurde der Schriftsetzer Howard 1933 von den neuen Machthabern in „Schutzhaft“ genommen. Im Zuchthaus Brandenburg lernte er den Funktionär und Mitbegründer der KPD Hermann Duncker (1874–1960) kennen, den er nach 1945 mehrfach in plastischen Arbeiten darstellte. Von 1946 bis 1951 studierte Howard, seit Langem autodidaktisch künstlerisch tätig, an der Hochschule für Bildende Kunst Berlin-Weißensee, war danach Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin bei Gustav Seitz und Fritz Cremer und von 1955 bis 1960 lehrend wieder an der Kunsthochschule Weißensee. Während dieser Zeit entstanden die ersten figürlichen Auftragswerke: das Denkmal „Lilienthal“ für die Stadt Anklam, ein Marx-Engels-Denkmal für Chemnitz und 1959 die Porträtstatuette des alten Hermann Duncker. Dieser war von 1949 bis zu seinem Tod Rektor der Gewerkschaftshochschule „Fritz Heckert“ in Bernau bei Berlin. Die mehrfach gegossenen Statuetten gelangten auch in die Galerie Junge Kunst Frankfurt (Oder), ins Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg, ins Märkische Museum, Berlin, sowie in den Besitz von Wilhelm Pieck und Duncker selbst. Howard erhielt 1961 für die Skulptur den Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschafsbundes. Anhand des Exemplars der Nationalgalerie (Ost) wurde 1976 eine Gedenkbriefmarke gefertigt. Im selben Jahr entstand eine überlebensgroße Plastik des jüngeren Duncker als Dozent, die in Berlin-Karlshorst aufgestellt wurde, eine weitere Ausführung in Zement fand ihren Standort in der Altstadt von Rostock. | Angelika Wesenberg