Logo

Frauen von Algerien


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Die „Frauen von Algerien“ sind im gleichen Zusammenhang wie die Bronze „Verhör in Algerien“ (B III 7) entstanden. Die Gruppe besteht aus vier sehr schmalen Frauenfiguren, die, jede nur mit einem Kleid bedeckt, ihre dünnen Arme in die Höhe recken: „Aus dem Dickicht der eng beieinanderstehenden, überschlanken Gestalten wirbeln die Arme wie das Geäst sturmgepeitschter Bäume. Die plastische Idee dieser Gruppe hätte sich in Lebensgröße weiterentwickeln und ihr zorniger Schwung in individueller geformten realistischen Gestalten ausdrücken lassen.“ (Diether Schmidt, Eine strenge und gütige Menschlichkeit. Zur Gedächtnisausstellung für Jenny Mucchi-Wiegmann in der Nationalgalerie Berlin [Ost], in: Bildende Kunst, H. 12 [1970], S. 643) Die „Frauen von Algerien“ sind tatsächlich eher als Bewegungsskizze zu einem Monument zu verstehen denn als eine in sich abgeschlossene Arbeit. Die Oberfläche ist auch hier nur grob bearbeitet und aufgebrochen, der Entstehungsprozess, das Formen der Körper, bleibt deutlich sichtbar. | Angelika Weißbach