Logo

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Badur studierte von 1963 bis 1969 bei Hermann Bachmann an der Hochschule für die Bildenden Künste in West-Berlin. 1974 war er Gründungsmitglied der Künstlergruppe Systhema, die konzeptionelle und konkrete Kunst schuf. Badur benutzt in seinen Werken ein reduziertes Formen- und Farbensprache aus schlichten Geometrien, wie Linien, Quadraten oder Rastern und klaren Farbzusammenstellungen. In den ersten Jahren seiner künstlerischen Laufbahn bevorzugte Badur quadratische Leinwände und malte fast ausschließlich vertikale Farbblöcke, so auch bei „8013“. Sowohl das gleichseitige Format der Leinwand als auch das Spiel mit der Farbwahrnehmung erinnern an Josef Albers’ „Homage to the Square“ (NG 45/80, NG 46/80, NG 47/80, NG 7/78). Diesen gegenüber sind Badurs Werke reduzierter, die visuellen Elemente noch einfacher. Wo Albers mit der Andeutung von Tiefe oder Überlagerung arbeitet, erzeugt Badur durch die vertikalen Segmente eine rhythmische Wirkung. Aus der Nähe betrachtet, ist die dunklere Farbe der vier dünneren Streifen kein Schwarz, sondern enthält rotbraune Töne, die je nach Blickwinkel changieren. Bei größerem Abstand füllen die Farben die Flächen sehr gleichmäßig aus, und der Blick verliert sich im Übergang zwischen Blau und fast Schwarz. 1980 hielt sich Badur mit einem Stipendium im ländlichen East Chatham auf, etwa 200 km von Manhattan entfernt noch im Bundesstaat New York. Dort lebte er bei George Rickey, mit dem er seit der Gründung der Systhema in Verbindung stand. | Emily Joyce Evans